Design-Klassiker

Der stuhl schlicht und einfach aber im entwurf hochkomplex kein anderes möbel ist als designobjekt so präsent und so häufig in gebrauch oft dauert es jahre bis ein prototyp serienreif ist dann ist es immer noch fraglich ob er sich auf dem
markt durchsetzt oder gar zur ikone wird stühle zu entwerfen das ist für design experte mateo kries die königsdisziplin die gestaltung von einem stuhl ist immer ein bisschen wie die der nachbau der menschlichen anatomie und das macht den stuhl natürlich zudem designobjekt par exellence also wenn man ein stuhl entwerfen kann kann man meistens auch alles andere die ursprünge des klassischen stuhl designs gehen zurück ins neunzehnte jahrhundert die firma thonet bringt 1859 den stuhl nummer 14 auf den markt bis heute eines der erfolgreichsten serien produkte aus deutschland die nächste revolution ist der einsatz von stahl rohr gestalter der bauhaus bewegung experimentieren in den 20er jahren mit dem neuen material sie verwirklichen damit ihre idee der
reduzierten form und entwickeln die ersten sogenannten freischwinger 1929 erscheint der es 32 von marcel breuer der freischwinger von marcel breuer es deshalb so erfolgreich weil er eigentlich zwei ideen eines möbels miteinander verbindet zum einen den entwurf des freischwinger also der stuhl hat keine hinterbeine sondern ist aus einer einzigen star schlaufe geformte gleichzeitig kombiniert breuer dieses damals der neue material mit einem element des neunzehnten jahrhunderts nämlich mit geflecht bespannten sitzflächen und der rückenlehne viele möbel die heute als design klassiker gelten waren ihrer zeit damals weit voraus in den 50er jahren entstehen form gepresste stühle vor allem aus schichtholz das material das für die spektakulärsten entwürfe sorgt ist kunststoff der panton chair ist der erste stuhl aus
einem einzigen stück plastik mehr als zehn jahre experimentiert der däne bern ab daran bis er 1967 serienreif ist über viele jahre entwickelt unzählige prototypen die die nicht funktionierten entweder aus produktions gesichtspunkten oder aus statischen gesichtspunkten das heißt die entwicklung und diese einfachheit zu erreichen jetzt manchmal viel komplizierter als bei einem stück was viel komplizierter aussieht und das ist eben auch etwas das man bestimmten design ikonen oft nicht mehr ansieht die die detail arbeit die dahintersteckt um diese einfachheit am ende zu erreichen experimentierfreude prägt die entwürfe der 60er und 70er jahre nur wenige sind so zeitlos dass sie heute noch hergestellt werden weil man bei vielen objekten eben nach 56 jahren etwas merkt dass
eigentlich passt man merkt es ist eben doch zu modisch zu zeit gebunden an diese ganz grossen würfe haben eben diese selbstverständlichkeit die die sie auch noch nach 20 30 jahren passend macht seit den 80er jahren sind die grenzen zwischen kunst und design fließend geworden es geht im design noch nicht mal darum dinge wirklich ständig neu zu machen aber es geht im design darum dinge im einzelnen zu verbessern und weiter zu denken 2004 entwirft constantin kritisch den scherben der stuhl erinnert an eine dreidimensionale technische zeichnung der terrors wohl einer der jüngsten entwürfe die man heute schon fast als klassiker bezeichnen würde sicherlich deshalb weil er einer bestimmten gestaltungs tendenz der letzten zehn 15 jahre endlich zum
ersten mal eine fast chronische form verliehen hat nämlich dem einfluss des computers auf die gestaltung von von möbeln kaum ein anderes möbelstück ist so oft zum klassiker ernannt worden wie der stuhl dabei ist manchmal sogar nebensächlich wie bequem er ist